Akku-Systeme für Gartengeräte
Was du in diesem Artikel lernst:
- Rückenakku vs. Geräteakku: wann was sinnvoll ist
- Laufzeiten für den Ganztagseinsatz realistisch planen
- Mischflotte oder reines Akku-System: die Übergangsphase
Der Umstieg von Benzin auf Akku ist im gewerblichen Gartenbau keine Frage des Ob mehr, sondern des Wann und Wie. Wie in unserem Profi-Gartengeräte-Ratgeber beschrieben, sprechen Lärmschutz, Emissionsvorschriften und Ergonomie klar für Akku. Bleibt die zentrale Frage: welches System für den Ganztagseinsatz?
Bei ALTERNATE begleiten wir GaLaBau-Betriebe beim Systemwechsel und sehen, welche Plattformen sich im Alltag bewähren.
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Rückenakku vs. Geräteakku
Geräteakku (im Gerät integriert)Praktisch für kurze Einsätze und leichte Geräte. Der Akku sitzt im Gerät, keine Kabel, kompaktes Handling. Nachteil: begrenzte Kapazität (2-5 Ah), Gerät wird schwerer mit großem Akku.
Rückenakku (am Körper getragen)
Der Standard für den Profi-Ganztagseinsatz. Der Akku sitzt im Rucksack oder am Gürtel, ein Kabel verbindet ihn mit dem Gerät. Vorteile: deutlich höhere Kapazität (bis 36 Ah), das Gerät bleibt leicht, Gewicht auf dem Rücken verteilt.
Für den gewerblichen Einsatz empfehlen wir Rückenakkus. Das leichtere Gerät in der Hand reduziert die Ermüdung bei stundenlangen Einsätzen erheblich. Die Investition amortisiert sich über die höhere Produktivität und weniger körperliche Belastung der Mitarbeiter.

Laufzeiten realistisch planen
Herstellerangaben sind optimistisch. Plane konservativ:- Freischneider: 1-3 Stunden pro Rückenakku (je nach Bewuchs)
- Heckenschere: 3-6 Stunden (niedriger Verbrauch)
- Laubbläser: 1-2 Stunden bei Volllast, 3-4 Stunden bei moderatem Einsatz
- Kettensäge: 1-2 Stunden (hoher Verbrauch)
- Rasenmäher (Schub): 45-90 Minuten pro Geräteakku, länger mit Rückenakku
Mischflotte: der realistische Übergangsweg
Die wenigsten Betriebe stellen von heute auf morgen komplett um. Der pragmatische Weg:- Bestandsaufnahme: Geräteliste erstellen, Laufzeiten und Lärmsituationen dokumentieren. Welche Einsatzorte haben die strengsten Auflagen?
- Phase 1: Geräte mit hoher Lautstärke zuerst umstellen (Laubbläser, Heckenschere). Hier ist der Lärmschutz-Vorteil am größten und die Akku-Leistung bereits gleichwertig.
- Phase 2: Freischneider und Rasenmäher umstellen. Hier brauchst du Rückenakkus für ganztägige Laufzeit.
- Phase 3: Kettensägen und Spezialgeräte zuletzt. Hier haben Benziner bei extremen Anforderungen noch Vorteile.
Häufig gestellte Fragen
Mit Rückenakkus: ja. Mit zwei Akkus und Schnellladegerät im Fahrzeug ist ein voller Arbeitstag abgedeckt.
Bleib bei Makita. Die LXT-Plattform hat über 430 Geräte, darunter Freischneider, Heckenschere, Laubbläser, Kettensäge und Rasenmäher. Ein System für Werkstatt und Garten.
Die Anschaffung ist höher. Die Gesamtkosten über 5 Jahre (TCO) sind niedriger: kein Benzin (150-300 Euro/Jahr pro Gerät), weniger Wartung (kein Ölwechsel, kein Luftfilter), geringere Ausfallzeiten. Dazu kommen nicht-monetäre Vorteile: leiseres Arbeiten in Wohngebieten, weniger Reklamationen wegen Lärm, bessere Arbeitsbedingungen.
Der Umstieg auf ein einheitliches Akku-System für die Grünpflege ist eine strategische Investition, die sich über niedrigere Betriebskosten, regulatorische Vorteile und bessere Arbeitsbedingungen auszahlt.